Eliza from Bearstone View“Hast Du einmal ihr Vertrauen erworben, ist die Katze ein Freund fürs Leben.

Sie teilt mit Dir Stunden der Arbeit, der Einsamkeit, der Melancholie und verbringt ganze Abende auf Deinem Schoß. Glücklich, bei Dir zu sein und Dich der Gemeinschaft der Artgenossen vorzuziehen.”
(Theophile Gautier)

Nichts ist dem noch hinzuzufügen. Auch ich war ihnen sofort verfallen, stolperte nur einmal über das Inserat “umständehalber Rassekatzen abzugeben”. Und eh’ ich mich versah, schmolz ich dahin wie der letzte Winterschnee im warmen Frühlingswind.

Eine Züchterin hatte die Annonce aufgegeben. Sie musste umziehen und an ihrem neuen Wohnort war kein Platz mehr für die Beiden. Eigentlich wollte ich ja auch nur EINE Mieze. So als guten Freund. Und nicht gleich zwei.
Aber Eliza und Alcapone waren zusammen groß geworden und sollten auch künftig zusammen bleiben. Also gab es sie zum Supersonderfamilienpreis, zusammen mit vielen guten Tipps und einer riesengroßen Katzentoilette.

Gemeinsam verbrachten wir von nun an einige wunderbare Jahre. Immer wieder war er da, der Hauch von Liebe.
Ich opferte ihnen hin und wieder (an jedem Wochenende) lecker Thunfisch oder noch mehr Zeit für ein kleines ruppiges Fangspiel. Und sie? Plumps, fiel ein dickes Kuschelfellknäuel wohlig schnurrend auf einen herab, wenn man gerade geruhsam auf dem Sofa lag. Es folgte ein kurzes Treteln und Krallen und dann ließen sich die Herrschaften gern vom sachten Auf und Ab des menschlichen Brustkorbs leise schniefend ins Traumland gleiten. ... Das waren sie, Minuten der Liebe! Momente, in denen es nur uns und sonst nichts gab. Alles Andere umher verschwand in nebelhafter Ferne.

Und nun, seit September 2008 sind sie weit weg von mir. Wie das Leben halt so spielt. Wenn ich sie hin und wieder besuche, schmollt Eliza mit mir. Ich kann’s ihr nicht verdenken...