Einfach genial, diese großen Ausfahrten, wenn auch manchmal arschkalt. So wie 2001, als man auf der Investruine Lausitzring ebenfalls eine Runde drehen konnte. Meine Erkenntnis damals: Steilkurven sind ja wirklich steil! Das merkt man erst, wenn man mal selber darauf fährt - und am oberen Rand den Eindruck hat, wohl gleich zur Seite zu kippen. - Irgendwann wieder war es auf einer dieser Ausfahrten dagegen im Mai schon so warm, dass man schon die schönsten Tattoo’s direkt auf nackter Haut bestaunen konnte. Doch egal welches Wetter war. Eines faszinierte mich immer wieder: Das dumpfe Bollern der vielen tausend Maschinen. Da vibriert die Seele! Das ist wie Sex, nur anders ;-) Abseits jener Großveranstaltungen gehts mit meiner 750er Shadow gern auf ganz gemütliche Weise übers Land. Eigentlich sollte ja inzwischen bereits ein noch dickeres Mopped meinem Schenkeldruck gehorchen. Und der Name müsste mit Harley beginnen und mit Davidson aufhören. Oder doch lieber VTX 1300 lauten? Na egal, grau ist allte Theorie. Denn irgendwie ist jedesmal am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig... also nehm’ ich weiterhin mit dem vorlieb, was ich gerade habe. Und das ist und bleibt meine kleine Japanerin mit Körbchengröße “B”. Bei Wind und Wetter mit Ihr zu fahren ist genauso relaxt wie bei eitel Sonnenschein. Das hat schon fast was meditatives. Allein oder mit guten Freunden endlose, in Herbstschimmer getauchte, Alleen entlang zu blubbern... cruisermäßig im fünften Gang bei sanften 80 Klamotten... Im Winter ist Motorradfahren natürlich nicht ganz so gemütlich, aber nicht weniger reizvoll. Vor allem muss man nicht mehr ständig den Bikergruß zelebrieren. Man fühlt sich eher wie ein einsamer Wolf... Und dank der tollen Funktionskleidung ist auch die kalte Jahreszeit für Biker recht erträglich. Bestens präpariert, mit Heizgriffen, Thermosohlen und -handschuhen sowie Wärmepads im Nierengurt trug mich meine Shadow auch schon bei -14°Celsius zuverlässig und ohne Erfrierungen bis ans Ziel. Immerhin auf einem Dreiviertelstunden-Landstraßen-Arbeitsweg bei Tempo 60 bis 80 ;-) Das einzig gefährliche im Winter sind glatte Fahrbahnen. Da muss man ständig wachsam bleiben. Selbst meine zartgebaute Japanerin ist schon zu schwer, um sie bei Schlitterpartien noch mit einem kräftigen Tritt wieder auf den Asphalt hochhieven zu können. Wenn die großen Kisten fallen, dann fallen sie... Ich kenne dieses zweifelhafte Vergnügen... Zwar nicht auf Glatteis, sondern an einer Straßenbaustelle mit Rollsplit., doch das Ergebnis war gleich: unfreiwillig abgesattelt. | |||
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